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Silhouette der Kirchen in Langedreer

Kirchensteuer auf Kapitalerträge: neues Verfahren, alte Steuer!!

Der Einzug von Kirchensteuern auf Zinsen, Dividenden und andere Kapitalerträge wird ab dem kommenden Jahr vereinfacht und direkt von der jeweiligen Bank einbehalten. Bisher haben die Kreditinstitute die seit der Einführung der pauschalern Abgeltungsteuer im Jahr 2009 entsprechende Kirchensteuer nur auf Antrag der Kunden abgeführt. Alternativ mussten die Erträge in der Einkommensteuer-Erklärung angegeben werden.

Es handelt sich also nicht um eine neue Kirchensteuer, sondern vielmehr um ein neues Verfahren, das zu einer Senkung der Verwaltungskosten und des Arbeitsaufwands führt. Zudem gehört es zu einem gerechten Steuersystem, dass möglichst alle Einkunftsarten zur Besteuerung herangezogen werden.

Betroffen sind ab 2015 wie in der Vergangenheit Kirchenmitglieder, deren Kapitalerträge über dem Sparerfreibetrag von 801 Euro für Alleinstehende bzw. 1.602 Euro für Verheiratete liegen. In diesem Fall erhebt der Staat pauschal 25 Prozent Abgeltungssteuer. Darauf werden zusätzlich noch 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und für Kirchenmitglieder in Westfalen neun Prozent Kirchensteuer erhoben. Wer also mit seinen Kapitalerträgen innerhalb der Freibeträge liegt, zahlt keine zusätzliche Kirchensteuer.

Falls der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent liegt, besteht weiterhin die Möglichkeit, die zuviel einbehaltenen Steuern im Rahmen der sogenannten Günstigerprüfung über die Einkommensteuererklärung erstatten zu lassen.

Um die Kirchensteuer abführen zu können, erhalten Banken und Sparkassen vom Bundeszentralamt für Steuern ein sogenanntes Religionsmerkmal für jeden Kunden. Das Merkmal beinhaltet neben Konfession (evangelisch oder katholisch) auch den Kirchensteuersatz, der sich nach dem jeweiligen Bundesland richtet, in dem der Wohnsitz liegt.

Dabei werden die hohen Anforderungen des Datenschutzes gewährleistet. Die Bankmitarbeiter können weder anhand der sechsstelligen Kennziffer noch in den Kundenstammdaten sehen, um welche Religionszugehörigkeit es sich handelt.

Steuerpflichtige können aber auch der Datenweitergabe durch das Bundeszentralamt für Steuern widersprechen. Für das Jahr 2015 ist dies bis zum 30. Juni 2014 möglich. Dazu können sie sich ein entsprechendes Formular auf der Internetseite www.formulare-bfinv.de runterladen und an das Bundeszentralamt für Steuern schicken. In diesem Fall behält die Bank keine Kirchensteuer ein, die Kunden müssen jedoch in ihrer Steuererklärung im folgenden Jahr diese Angaben selbstständig nachholen – wie in der Vergangenheit auch.

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Dienstag, 26. September 2017:
Losungstext:
Du unser Gott, du großer Gott, mächtig und schrecklich, der du Bund und Treue hältst, achte nicht gering all das Elend, das uns getroffen hat.
Nehemia 9,32
Lehrtext:
Bartimäus schrie: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich!
Markus 10,48-49